Bitcoin Adresse

Bitcoin Adresse

Was ist eine Bitcoin Adresse

Wie ist die Bitcoin Adresse aufgebaut?

Wallet ist vergleichbar mit der Auswahl einer Bank. Wenn man sich für eine Bank entschieden und ein Konto eröffnet hat, so bekommt man seine Kontonummer mitgeteilt.

Diese Kontonummer ist eindeutig und kann jedem mitgeteilt werden, damit Überweisungen zugunsten des Kontos getätigt werden können.

Analog ist es mit der Bitcoin-Adresse. 

Die Bitcoin Kontonummer bzw. Bitcoin Adresse ist vergleichbar mit der IBAN Kontonummer bei der eigenen Hausbank.

Diese Bitcoin-Kontonummer hat eine Länge von 33 Zeichen und beginnt mit einer Zahl zwischen 1 und 3.

bitcoin adresse

Diese Bitcoin-Adresse kann jedem mitgeteilt werden, von dem man Bitcoin empfangen möchte.

Die Bitcoin-Adresse beinhaltet eine Prüfziffer, damit bei einer Falscheingabe der Bitcoin-Adresse keine Überweisung an einen falschen Empfänger gesendet wird.

Die Darstellung der Bitcoin Adresse erfolgt entweder als 33stellige Zahlen- und Buchstabenkombination oder als QR Code.

Mit Hilfe der Darstellung als QR Code kann die umständliche manuelle Eingabe der langen Bitcoin-Adresse verzichtet werden.

bitcoin adresse qr code

Der Zahlende scannt mit seinem Smartphone den QR Code ab und kann direkt eine Zahlung ausführen. Das App erkennt die Bitcoin-Adresse und die Zahlung muss nur noch bestätigt werden.

Alle hier vorgestellten Bitcoin Wallets sind einsetzbar für Zahlungen per Smartphone, im Internet oder im Ladengeschäft (POS). Sind somit immer eine Web- und Mobile-Wallet.

Ebenso können Bitcoins zwischen Besitzern einer Bitcoin Wallet bequem, schnell und einfach übertragen werden. 

Dabei ist es vollkommen unerheblich, bei welchem Anbieter der jeweilige Nutzer seine Bitcoin Wallet eingerichtet hat. Alle Bitcoin Wallets sind miteinander kompatibel.

Da alle Bitcoin Wallet kostenlos sind, kann die Entscheidung ausschließlich über den persönlichen Geschmack oder Nutzerfreundlichkeit.

Da ohne Probleme die Bitcoin Wallet jederzeit gewechselt oder mehrere Wallets parallel genutzt werden können, sollte man die verschiedenen Anbieter ausprobieren und sich nach dem persönlichen Geschmack entscheiden

bech32-Adressen

Durch die Einführung von SegWit gibt es eine neue Art von Bitcoin Adressen. Die bech32-Adressen.

Die bech32 Adressen beginnen mit “bc1” und bestehen nur aus Kleinbuchstaben.

SegWit selbst ist eine große technische Verbesserung für Bitcoin. Es löst die Bitcoin Problematik um die Größe der Blocks. So können mehr Transaktionen verarbeitet werden und die Kosten für die Transaktionen sinken.

Die neueste Bitcoin-Wallets unterstützt das bech32-Format, das einige technische Vorteile gegenüber dem bereits verwendeten SegWit-Adressformat aufweist:

  • Der QR-Code ist kleiner,
  • Der Schutz vor Tippfehlern ist besser
  • Es ermöglicht die automatische Vervollständigung
  • Da es nur aus Kleinbuchstaben besteht, sollte es leichter zu schreiben und zu verstehen sein, wenn es vorgelesen wird.
  • Groß- / Kleinschreibung müssen nicht beachtet werden

Bericht über Wallets, die SegWit unterstützen

BIP-70 Payment Protokoll

BIP-70 Payment Protokoll

Payment Protocol BIP70

Probleme bei Bitpay Händlern

wallet payment protokoll

Bitpay ist einer der größten Bitcoin Payment Provider und zahlreiche Internet-Shop verwenden das Bitpay-System, um Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren.
Seit Anfang 2018 kommt es bei der Bezahlung bei diesen Händlern zu Problemen bei der Bezahlung, da Bitpay das Bitcoin Payment Protokoll (BIP-70) eingeführt hat, was nicht von allen Bitcoin Wallets unterstützt wird.

Bei den Händlern wird zwar der gewohnte QR-Code angezeigt, aber dieser lässt sich nur noch von Wallets erkennen, welche ebenfalls das Bitcoin Payment Protokoll unterstützen.

Dies sind:

  • Bitpay-Wallet
  • Copay-Wallet
  • Mycelium Wallet
  • Airbitz Wallet
  • Electrum Wallet
  • Bitcoin Core Wallet
  • Bitcoin.com Wallet
  • BreadWallet

Bitpay begründet diese Einführung mit der hohen Anzahl an fehlerhaften Zahlungen. Bisher konnten Nutzer in ihrer Wallet noch Änderungen vor der Bezahlung vornehmen und zum Beispiel den Betrag nach oben oder unten verändern.

Entsprechend kam es zu Über- oder Unterzahlungen bei den Zahlungseingängen der Händler. Durch die aktuellen hohen Transaktionsgebühren sind entsprechende Korrekturbuchung mit erheblichen Kosten verbunden, welche durch das Payment Protocol nicht mehr anfallen sollen.

Dies hat aber zur Konsequenz, dass ein Nutzer für die Zahlung bei einem Bitpay Händler die entsprechende Wallet verwenden muss. Der Nutzer kommt nicht darum herum, neben seiner bisherigen Wallet noch eine weitere Wallet einzurichten und ein entsprechendes Guthaben von der normalen Wallet auf eine BIP-70 fähige Wallet zu übertragen.

ICO Investment

ICO Investment

Was ist ein ICO? Bitcoin kaufen für ICO-Investment

Was ist ein ICO?

Bitcoin kaufen für ICO-Investment

Durch den Anstieg des Bitcoin-Kurses wird das Investieren in Kryptowährungen immer interessanter. Entweder investiert man direkt in den Kauf von Kryptowährungen oder noch eine Stufe früher, bereits in den ICO.

In den meisten Fällen ist es erforderlich, dass man im Vorfeld über Bitcoin verfügt.

Wie man sich die notwendigen Bitcoins beschaffen kann, erfährt man bei Bitcoin-kaufen.org

Doch Wie investiert man in ein ICO? und Was ist ein ICO?

Der Begriff ICO steht für Initial Coin Offering und ist an den Begriff IPO für Initial Public Offering aus dem Aktienhandel angelehnt.

Bevor eine Firma an die Börse geht, gibt es im Vorfeld diesen IPO. Dabei können Banken, Family and Friends oder strategische Investoren bereits Anteile an einer Firma erwerben, bevor die Aktien der Firma an der Börse gehandelt werden.

Bevor eine Firma an einer Börse gehandelt werden kann, muss ein Prospekt erstellt werden. Das Geschäftsmodell sowie die Chancen und Risiken müssen ausführlich dargelegt werden. Dieser Prospekt wird seitens der Börse geprüft und von Konsortialbanken begleitet. Bei dem Erwerb der Aktien wird der Käufer Mitgesellschafter an der Firma und ist am Eigenkapital beteiligt.

Bei einem ICO wird kann ebenfalls vor einem Börsengang in eine Geschäftsidee investiert werden. Man wird dabei allerdings nicht Miteigentümer, sondern erwirbt Token. Diese Token werden zu einem späteren Zeitpunkt in Coins umgewandelt. Diese Coins sollen dann an einer Krypto-Börse gehandelt werden.

An einem ICO werden keinerlei rechtliche Vorgaben geknüpft. Die Anbieter haben in der Regel eine tolle Geschäftsidee. Es handelt sich dann um ein Internetprojekt bei dem man einkaufen (Shop) oder spielen (Entertainment) kann.

Bei dieser Geschäftsidee kann man dann (nur) mit dem jeweiligen Coin bezahlen. Zur besseren Illustration nennen wir ihn einmal ZZZ-Coin.

Einen Mehrwert für den Nutzer, der in diesem Shop ausschließlich mit dem ZZZ-Coin bezahlen soll, muss sich der Investor selber beantworten.

Es sollte aber kritisch hinterfragt werden, warum man einen speziellen Coin für die Bezahlung benötigt. In der realen Welt habe ich im Internetladen oder im stationären Einzelhandel auch keine individuelle Währung oder Bezahlmethode wie zB einen Rewe-Coin oder Amazon-Coin.

Während es bei einem IPO einen Prospekt gibt, so gibt es bei dem ICO ein Whitepaper. Das sollte auf jeden Fall genau gelesen und verstanden werden. Idealerweise hat man das Produkt und die Geschäftsidee verstanden und sogar selber ausprobiert.

Neben der Beschreibung der Geschäftsidee und des Whitepapers findet man ein namhaftes Advisory Board. Deren Bekanntheit und Seriosität sollen als vertrauensbildende Maßnahme auf das ZZZ-Geschäftsmodell abstrahlen.

Die Zeit für die Teilnahme am ICO ist limitiert und die Uhr zählt erbarmungslos runter, um zu zeigen, dass man sich schnell entscheiden sollte, da die Chance gleich vorbei ist. Die Methode ist bekannt aus den Verkaufsshows beim Teleshopping.

Den Erwerb der ZZZ-Token ist per Bitcoin und anderen führenden Kryptowährungen aus den Top 10 von Coinmarketcap möglich.

Nach Abschluss des ICO beginnt die Umsetzung des Geschäftsmodells. Parallel die Bemühung um die Aufnahme an einer der namhaften Krypto-Börsen. Kritiker meinen, dass das Listing an einer Kryptobörse das eigentliche Geschäftsmodell sei.

Denn die zahlreichen Besitzer der ZZZ-Coins aus dem ICO werden jetzt zu kostenlosen Supportern des entsprechenden Coins und empfehlen den Coin in Foren und im eigenen Netzwerk.

Ein ICO-Investment birgt ein sehr hohes Risiko des Totalverlustes seines Investments. Es zeigen sich einige Parallelen

Irgendwie erinnert mich die ganze Geschichte an den Neuen Markt (https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Markt).

Für die Jüngeren unter Euch, das war zu den Anfängen des Internet (1997-2000), als zahlreiche Internetfirmen ein IPO, sprich Börsengang, unternommen haben. Vergleichbar mit dem heutigen ICO und dem Listing an eine Exchange-Börse.

Es waren leider zu viele Firmen ohne eine wirkliche Geschäftsgrundlage dabei. Deren eigentliche Geschäftsgrundlage bestand darin, mit tollen Storys die Aktionäre bei Laune zu halten und den Anstieg der Aktienkurse zu forcieren.

Trotz Platzen der Dotcom-Blase und der Insolvenz zahlreicher Internetfirmen wurde das Internet eine Erfolgsgeschichte. Auf dem Trümmerfeld entstanden neue Geschäftsmodelle und Firmen und heute kann man sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen.

Bei vielen ICO existiert keine wirkliche Geschäftsgrundlage und das einzige Ziel ist das Listing an einer Exchange-Börse. Wenn man die Parallelen aus dem Internet-Hype mit dem Krypto-Hype von heute vergleicht, wie könnte es dann weiter gehen?

Die ICO-Firmen werden ein Problem bekommen, um die eingenommenen Bitcoins zurück in Euro oder USD zu wechseln und auf ein Bankkonto auszuzahlen. Die Börsen und Banken werden strengen nach der Herkunft des Geldes nachfragen. Die Finanz-und Aufsichtsbehörden werden die Zuständigkeit für ICO für sich beanspruchen. Politiker werden das Thema auf die Tagesordnung setzen und beim G20-Treffen will man darüber reden.

Das aus dem ICO eingenommene Geld wird langsam knapp, da zahlreiche ICO Beteiligte bezahlt werden wollen. Projekte werden aus Geldmangel oder durch regulatorischen Vorgaben (BaFin) nicht umgesetzt werden können. Die Investoren werden ihrem Geld hinterher heulen und die Mitglieder des Advisory-Boards werden sich Fragen lassen müssen, ob man eine Mitverantwortung trägt.

Für Spekulanten gilt die gleiche Regel wie bei jedem MLM. Die Ersten werden gewinnen und die Letzten tragen den Schaden.

Doch es wird auch sein Gutes haben. Auf dem ICO-Trümmerfeld werden sich auch neue Geschäftsmodelle entwickeln, die funktionieren, weil sie einfach gut und überzeugend sind. Weil sie einen tatsächlichen Mehrwert liefern.

Denn es gibt auch Kryptowährungen mit einem Mehrwert und nicht nur den Mehrwert des vermeintlichen Kursanstiegs. Die Shitcoins werden verschwinden und welche Kryptocoins sich durchsetzen, wird die Zukunft zeigen.

Wer in ICO oder andere Kryptowährungen investieren möchte, sollte keine Kredite für den Kauf von Kryptowährungen aufnehmen und ausschliesslich freies verfügbares Geld verwenden, dessen Totalverlust zu „verschmerzen“ wäre.

Besser ist zu verstehen, dass Bitcoin kein Spekulationsobjekt, sondern eine Bezahlmethode ist.

Deshalb nehme Deine Bitcoins und bezahle damit bei den zahlreichen Shops, die Bitcoin als Bezahlmethode akzeptieren.

Bitcoin-Transaktionsgebühr

Bitcoin-Transaktionsgebühr

Warum die Kosten für eine Bitcoin Zahlung in 2018 sinken wird

Bitcoin wird als Zahlungsmittel für das Internet betrachtet. Doch bedingt durch den starken Anstieg des Bitcoin Kurses wurde Bitcoin als Bezahlmethode immer teurer und damit uninteressant.

Laut CoinMetrics lag die Bitcoin-Transaktionsgebühren im Jahr 2017 bei durchschnittlich 0,30 €uro und erreichte im Dezember ihren Höchststand von über 40 €uro.

Wer erhält die Bitcoin-Transaktionsgebühr?

Die Bitcoin-Transaktionsgebühren sind eine Aufwandsentschädigung an die Bitcoin-Miner, welche die Bitcoin-Transaktionen durchführen bzw. verifizieren.

Das Bestätigen von Bitcoin-Transaktionen ist ein sehr rechenintensiver Prozess, der von sogenannten „Bitcoin-Minern“ durchgeführt wird. Die Gebühren sind eine Entschädigung für die Strom- und Hardwarekosten, die durch das Minen entstehen. Darüberhinaus erhalten Miner aber auch noch einen garantiert festen Bitcoinbetrag wenn sie beim Minen erfolgreich waren

Die Gebühren sollen auch ein Spammen des Bitcoin-Netzwerkes verhindern. Der Rechenaufwand für das Senden von Bitcoins ist sehr gering. Somit könnte mit wenig Rechenaufwand innerhalb kurzer Zeit Millionen von Transaktionen versendet werden. Spammer könnten sehr einfach das Bitcoin-Netzwerk mit Transktionen „fluten“ und dadurch erheblich stören. Durch eine (Mindest)Gebühr wird dies aber in der Praxis verhindert.

Kann ich auch ohne Gebühren eine Bitcoin-Transaktion durchführen?

Die Zahlung einer Bitcoin-Transaktionsgebühr ist für jeden Zahler freiwillig. Wer möchte, kann seine Bitcoin-Bezahlung auch ohne diese Gebühr versenden. Man läuft nur Gefahr, dass die Ausführung sehr lange dauert oder vielleicht auch gar nicht durchgeführt wird.

Wie hoch ist optimale Bitcoin-Transaktions-Gebühr?

Wenn ein Zahlungspflichtiger eine Bitcoin Transaktion ausführt, muss er entscheiden, ob er bereit ist für diese Transaktion eine Gebühr zu bezahlen. Er kann auf die Zahlung einer Gebühr verzichten, läuft aber Gefahr, dass dann diese Transaktion sehr lange dauert. Bei der Bank gibt es die kostenlose Standardüberweisung und gegen eine Zusatzgebühr die Blitzüberweisung für eine schnelle Überweisung.

Vergleichbar verhält es sich bei der Bitcoin-Überweisung. Die Gebühr für die Bitcoin-Zahlung wird vom Zahler selber festgelegt. Manche Wallets geben da eine Empfehlung, aber die Entscheidung liegt bei dem Nutzer selber.

Je mehr man bereit ist zu Zahlen, desto schneller wird die Bitcoin-Zahlung von den Bitcoin-Minern verarbeitet.

Die Bitcoin-Miner stellen alle offenen Bitcoin-Transaktionen zu einem Block zusammen.
Ein Bitcoin-Block hatte mal die Größe von 1 MB und wurde durch die Einführung von SegWit auf 2 MB erhöht. Im Februar 2018 lag die durchschnittliche Blockgröße bei 1,02 MB (https://blockchain.info/de/charts).

Zur Verarbeitung der Bitcoin-Zahlung wählen die Miner die entsprechend Transaktionen aus, für die am meisten Gebühren bezahlt werden.

Wer ermitteln möchte, für welche Gebühr seine Transaktion beim nächsten Block verarbeitet wird, der kann diesen Preis hier ermitteln:
https://bitcoinfees.earn.com/

Überweisungskosten nach Byte in Satoshi?

Die Höhe der Bitcoin-Transaktionsgebühr orientiert sich nicht an der Höhe des zu überweisenden Bitcoin-Betrages. Die Gebühren orientieren sich an der Dateigröße und werden in Satoshi (kleinste Bitcoineinheit) gezahlt.

Die Angabe der Transaktionsgebühr wird je nach Wallet in Satoshi oder Bitcoin dargestellt. Der Preis richtet sich immer nach Byte (= 0,001 Kilobyte)

1 Satoshi = 0,00000001 BTC

Die schnellste und günstigste Bitcoin Transaktion war am 06 Februar 2018
140 Satoshi pro Byte (Sat/b) = 0,0000014 BTC pro Byte (BTC/b)

Für die mittlere Transaktionsgröße (Median) ist 226 Bytes somit ergibt sich eine optimale Gebühr von 31.640 Satoshi.

226 Byte x 140 Satoshi = 31.640 Satoshi (=0,0003164 BTC)

Bei einem Bitcoinkurs von €5.000,- sind 0,0003164 BTC = €1,58

bitcoin block
 Quelle: https://bitcointicker.co/networkstats/

Der Block 507916 (vom 06. Februar 2018) hatte eine Größe von 975.949 Bytes (0,98 MB) und beinhaltete 1.407 Transaktionen.

Neben den 12,5 BTC hat der Miner noch 0,977 BTC an den Transaktionsgebühren verdient.
Das waren 0,0007 BTC pro Transaktion, also fast €3,47 pro Transaktion.

Dies zeigt auf, dass die Zahler noch doppelt soviel an Gebühren bezahlen, als sie eigentlich müßten.

Wie viel Byte hat meine Bitcoin-Zahlung?

Um den Ablauf einer Bitcoin-Zahlung zu verdeutlichen, hat David A. Harding in seiner Beschreibung das Beispiel eines Cafe Besuches gewählt.
Die Kundin Alice bekommt für das Mittagessen vom Kellner Bob eine Rechnung über 10 BTC vom Restaurant vorgelegt. Zur besseren Veranschaulichung ist 1 BTC = 1 Euro. Alice bezahlt die Rechnung aus Ihrer Wallet mit einem 20 BTC Schein (Ihrem Wallet Guthaben).
Dadurch generiert sie zwei Output-Transaktionen. Einmal die 10 BTC an das Restaurant und weitere 10 BTC als Wechselgeld zurück in ihre eigene Wallet.

Quelle: Quelle: https://bitcointechtalk.com/saving-up-to-80-on-bitcoin-transaction-fees-by-batching-payments-4147ab7009fb

In dem Schaubild sehen wir die Bitcoin-Transaktion entsprechend der Verwendung farbig aufgeteilt.

In Weiß sind die Bestandteile der Transaktion, in Pink für Alice Zahlungen, in Grün das Wechselgeld von Alice und in Blau die Zahlung an das Restaurant.

Die einzelnen Bestandteile haben die folgende Größen:

  • Container (weiß): 10 bytes
  • Input (pink): 148 bytes
  • Wechselgeld (Output) zurück zu Alice (grün): 34 bytes
  • Zahlung (Output) an Restaurant (blau): 34 bytes

Gesamt: 226 bytes

Bitcoin-Transaktionsgebühr im Verhältnis zum Bitcoin-Kurs

Durch des Anstieg des Bitcoinkurses, wurde somit die Grundlage des Geschäftsmodells zerstört.

Somit hat der Anstieg des Bitcoinkurses auch für einen Anstieg der Bitcoin-Transaktionsgebühr gesorgt. Als der Bitcoinkurs noch bei €1.000,- lag, so waren die Kosten für die Bitcoin-Transaktion bei unter 50 Cent. Doch bei Kosten von fast €5,- ist Bitcoin als Bezahlmethode nicht mehr attraktiv.

Der folgende Chart von CoinMetrics zeigt den Kursverlauf von Bitcoin und der durchschnittlichen Bitcoin-Transaktionsgebühr.

 

Bitcoin Transaktionsgebühr

Quelle: https://coinmetrics.io/charts/#assets=btc_log=false_roll=1_right=averageFeeUsd_zoom=1496371709387.755,1517184000000

Die Bitcoin-Transaktionsgebühren werden in 2018 sinken.

Die hohen Transaktionsgebühren in 2017 haben zahlreiche Bitcoin-Geschäftsmodelle unrentabel gemacht. Zahlreiche Internet-Shops haben die Bezahlmethode Bitcoin wieder abgeschafft, Bitcoin-Only Projekte konnten nicht mehr rentabel betrieben werden und Bitcoin-Zahlungsanbieter und Bitcoin-Börsen haben Mindestbeträge für Bitcoin-Zahlungen festgelegt.

Die Attraktivität von Bitcoin als Bezahlmethode, wurde durch den Anstieg des Bitcoinwertes zerstört. Alternative Kryptowährungen haben in 2017 versucht in diese Lücke zu stoßen und eine Alternative-Bezahlmethode für Bitcoin zu werden.

Damit Bitcoin weiterhin die führende Bezahlmethode bleibt, gibt es drei wesentliche Neuerungen.

• Erhöhung der Blocksize auf 2MB
• Zusammenlegung von Zahlungen
• Einführung von Bitcoin Lightning

Erhöhung der Blocksize auf 2MB

Ende August 2017 wurde unter der Bezeichnung SegWit (Segregated Witness) ein Bitcoin-Update durchgeführt. Mit SegWit wurde unter anderem die Blocksize auf 2MB verdoppelt. Somit können jetzt doppelt so viele Transaktionen pro Block verarbeitet werden. Dies setzt aber voraus, dass die Transaktionen im neue SegWit-Format versendet werden. Somit kann dank SeWit die Transaktion um bis zu 50% gesenkt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die eigene Bitcoin-Wallet auch SegWit unterstützt.

Zusammenlegung von Zahlungen (Batch Payment)

Wir greifen das Beispiel der Restaurant-Rechnung wieder auf und nehmen an, dass Alice für den guten Service noch 1,5 BTC Trinkgeld bezahlen möchte.
Im realen Leben, würde Alice vom dem Wechselgeld von €10,- sich €8,50 nehmen und das Trinkgeld in Höhe von €1,50 auf dem Tisch liegen lassen.

In der Bitcoin-Welt führt Alice eine zweite Transaktion aus, um das Trinkgeld an den Kellner zu transferieren. Diese zweite Transaktion verursacht wiederum 226 bytes.

Zusammen hat Alice für diese beiden Transaktionen insgesamt 452 bytes beansprucht.

In der realen Welt, würde Alice die Transaktionen zusammenlegen und dem Kellner einen €20 Schein geben und ihm sagen, dass er €10,- Euro für das Restaurant und €1,50 als Trinkgeld behalten dürfte und sie möchte bitte €8,50 zurück bekommen.

Quelle: https://bitcointechtalk.com/saving-up-to-80-on-bitcoin-transaction-fees-by-batching-payments-4147ab7009fb

Durch die Zusammenlegung der beiden Transaktionen zu einer Batch-Transaktion ergeben sich folgende Dateigrößen:

  • Container (weiß): 10 bytes

    Input (pink): 148 bytes

  • Wechselgeld output (grün): 34 bytes

  • Bezahlung (Output) Restaurant (blau): 34 bytes

  • Trinkgeld (Output) an Charlie (gelb): 34 bytes

Gesamt: 260 bytes

Die beiden Transaktionen zusammen sind mit 260 bytes geringer als die beiden separaten Transaktionen mit zusammen 452 bytes.

Dieser Vorgang wird auch als Batch Payment oder Batch Verarbeitung bezeichnet.

Die Sammelauszahlung an mehrere Empfänger gleichzeitig, wird von Bitcoin Börsen oder Anbietern mit einer Vielzahl von Auszahlungen angewendet. Es werden keine Einzelauszahlungen mehr gemacht, sondern Sammelauszahlungen.

In der Blockchain sieht es dann wie folgt aus:

bitcoin adresse explorer

Quelle: https://blockchain.info/address/17A16QmavnUfCW11DAApiJxp7ARnxN5pGX

Bitcoin Lightning

Die Einführung von SegWit im August 2017 erlaubt auch sogenannte „Second Layer“ Anwendungen. Eine solche Anwendung ist z.B. das Lightning Netzwerk. Mit Lightning können Bitcoin Transaktionen schneller und mit geringeren Gebühren gesendet werden.

Beim Bitcoin Lightning finden die Transaktionen neben der Blockchain (Off-Chain) statt und werden erst beim Abschluss über die normale Blockchain abgeschlossen. Ein Vorgang, der aus der Buchhaltung oder an der Kasse bekannt ist. Die ganzen Buchungen des Tages werden erfasst und am Ende wird ein Tagesabschluss gemacht und der Tagesumsatz zur Bank gebracht.

Die Einführung von Bitcoin Lightning im Laufe des Jahres 2018 wird zu einer erheblichen Reduzierung der Transaktionen auf der Blockchain führen und somit die Kosten dramatisch senken. Die Testsysteme laufen bereits sehr erfolgversprechend und die ersten Live Transaktionen wurden auch bereits durchgeführt.

Ausblick

Alle die vorgestellten Maßnahmen werden dazu führen, dass die Transaktionsgebühren für Bitcoin Zahlungen erheblich zurück gehen. Somit werden auch die Geschäftsmodelle wieder funktionieren, welche durch die hohen Transaktionsgebühren nicht mehr wirtschaftlich waren.